Eine interkulturelle Komposition von Perspektiven.
Mit ihrem zweiten Projekt „Fenster verbinden“ brachte die Wilhelm Frank Stiftung 2023 junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern in Kontakt. Das großartige Ergebnis: Interkulturelle Video-Kompositionen mit vielfältigen Perspektiven auf das Fenster als verbindendes Element.
Der gemeinsame interkulturelle Austausch stand beim zweiten Projekt der Wilhelm Frank Stiftung im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Fenster verbinden“ hatte die Stiftung zwei Jahre nach ihrem erfolgreichen Premierenprojekt junge Menschen weltweit dazu eingeladen, sich mit ihrer Sicht auf ihr Heimatland, eine Welt, eine Zukunft und dem verbindenden Element des Fensters auseinanderzusetzen. Das Besondere: Dieses Mal bearbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Mitarbeitende der Roto Frank Unternehmensgruppe zwischen 18 und 35 Jahren und von Firmen-Standorten in unterschiedlichen Ländern – die Aufgabe in internationalen Teams.
Jedes Team erhielt einen Aufgabenkatalog sowie eine Art „Spielanleitung“. Den Auftakt des kreativen Prozesses bildete eine Video-Konferenz, in der sich die drei Mitwirkenden kennenlernen konnten. Team-Mitglied 1 hatte danach eine Woche Zeit, um sich mit den gestellten Aufgaben zu beschäftigen und einen Video-Beitrag zu produzieren, der im Rahmen des nächsten Online-Meetings an Team-Mitglied 2 übergeben wurde. Dieses bearbeitete ebenfalls innerhalb einer Woche sein Teilprojekt und verständigte sich mit Team-Mitglied 3 über eine Übergabe-Sequenz.
Das Ergebnis des Prozesses sollten mehrere Videos sein sowie zwei Übergabesequenzen, die von der Agentur der Stiftung zu einer interkulturellen Komposition rund um ein gemeinsames Thema verbunden und geschnitten wurden.
Den jungen Männern und Frauen aus Brasilien, China, Deutschland, Ungarn, Peru, Spanien, Polen und USA wurden dabei in ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es entwickelte sich ein fruchtbarer Schaffensprozess mit zahlreichen Video-Konferenzen über Länder, Zeitzonen und Kulturen hinweg – an dessen Ende vier beeindruckende Video-Kompositionen mit interessanten, vielseitigen Perspektiven stehen.
Das Gewinner-Team kam aus Brasilien und China
Eine aus Stiftungsvorstand und Stiftungsrat gebildete Jury bewertete die eingegangenen Projektarbeiten nach inhaltlichen und technischen Kriterien. Keine leichte Aufgabe angesichts der allesamt überzeugenden Einsendungen. Nach einer Evaluierungs- und Bewertungsphase vergab die Jury den ersten Platz an das Team um Simin Wang (China), Rômolo Lins de Jesus und Anderson Mota (beide Brasilien).
Zehn Mal hatten sich Simin Wang aus China, Rômolo Lins de Jesus und Anderson Mota aus Brasilien virtuell getroffen. Zum ersten Mal bei der Kick-Off-Veranstaltung des Projektes „Fenster verbinden“. Dabei hatten die Teilnehmenden sich und ihr jeweiliges Heimatland mittels eines persönlichen Gegenstandes vorgestellt und Teams gebildet. Anschließend trafen sie sich immer wieder im Rahmen von Videokonferenzen, um Ideen für die gemeinsame Projektarbeit zu entwickeln und abzustimmen. Über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg. Hürden, die die drei jungen Roto-Mitarbeitenden gemeinsam zu überwinden wussten.
Akribisch hatte sich das Team so in die Thematik eingearbeitet und zusammen ein großartiges Ergebnis auf die Beine gestellt. Es entstand eine fein abgestimmte Video-Komposition, mit der die Gruppe ihre Sicht auf ihre jeweiligen Heimatländer, unsere Welt, die Zukunft und das verbindende Element des Fensters reflektierte.
Das chinesisch-brasilianische Trio beeindruckte mit einem technisch sorgfältig ausgearbeiteten, fein aufeinander abgestimmten Arrangement ihrer individuellen Perspektiven auf das jeweils eigene Land, unsere Welt und die Zukunft.
Das Gewinner-Team erlebte im Dezember 2023 eine gemeinsame Reise zu Roto-Standorten in Deutschland, bei der die Projektarbeiten präsentiert und gewürdigt wurden. Dabei konnten sich Simin, Rômolo und Anderson endlich auch im echten Leben kennenlernen.
Alle weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten für ihr Engagement und ihre gelungenen Video-Kompositionen eine Prämie in Höhe von 100 Euro.
Fünf Tage, zahlreiche Erlebnisse

Zum Auftakt ging es für die drei Gewinner zum Stuttgarter Fernsehturm und auf den Weihnachtsmarkt. In den folgenden Tagen besuchte das internationale Trio die Roto Wohndachfensterfertigung in Bad Mergentheim, das Roto-Beschlagwerk in Leinfelden sowie die Roto Frank Treppen GmbH in Augsburg.
Jeder dieser Standorte hatte ein eigenes Programm auf die Beine gestellt, bei dem Simin, Rômolo und Anderson viele ihrer deutschen Kolleginnen und Kollegen kennenlernen konnten. Für spannende Einblicke sorgten außerdem die jeweiligen Führungskräfte, die sich viel Zeit nahmen, um das chinesisch-brasilianische Team in ihrem Betrieb zu begleiten.
Ein besonderes Highlight wurde Simin, Rômolo und Anderson in Leinfelden geboten: Dort wurde ihre Projektarbeit in einem kleinen wie feinen Rahmen geehrt – und anschließend bei einem gemeinsamen Abendessen mit der Familie von Roto-Gründer Wilhelm Frank sowie Dr. Eckhard Keill, Holger Hipp und Annemarie Schuth aus dem Top-Management des Unternehmens und Beiräte der Stiftung gefeiert.
Als sich die drei jungen Menschen am Ende der gemeinsamen Deutschland-Reise wieder auf den Weg in ihre jeweiligen Heimatländer machten, hatten sie zahlreiche spannende Eindrücke im Gepäck – und die Erkenntnis, neben einer Reise auch neue Freunde gewonnen zu haben.
